Erster Spatenstich zum Bau des Glasfasernetzes in Begleitung des Wirtschaftsministeriums

Jevenstedt, 16.06.2015 Am 16. Juni 2015 startet der Bau des Glasfasernetzes im Gebiet des Zweckverbandes für die Breitbandversorgung im mittleren Schleswig-Holstein (ZBmSH).

Der ZBmSH wurde 2010 gegründet, um die 42 angehörigen Gemeinden flächendeckend mit zukunftsfähigem Breitband zu versorgen. Da kein Telekommunikationsanbieter die rund 22.000 Haushalte zu 100% mit mindestens 25 Mbit/s versorgen will und kann, wurde in einem langjährigem Planungs- und Ausschreibungsprozess als Pächter und Betreiber für den Bau eines Glasfasernetzes die GVG Glasfaser GmbH (GVG) gewonnen.

Die GVG hat mit der eigens geschaffenen regionalen Marke nordischnet über 50% der Haushalte im ersten Bauabschnitt überzeugen können. Hierzu gehören die Gemeinden Hörsten, Jevenstedt, Luhnstedt, Nübbel und Schülp. Der ZBmSH wird ein Glasfasernetz bis in jedes Haus bauen, in dem ein Vertrag mit nordischnet geschlossen wurde. Die 1.000 Euro Hausanschlusskosten werden im Vermarktungszeitraum vom Zweckverband übernommen.

Die GVG bietet mit der nordischnet Hochgeschwindigkeits-Internet mit stabilen 100 Mbit/s sowie eine Telefonflaterate und über 200 TV- und Radioprogramme an. Die Glasfaser ist dabei eine überlegene Technologie, die die Nachteile der bisherigen Kupferleitungen – wie Teilung und Schwankungen der Bandbreite und Störanfälligkeit - ausgleicht. Es wird eine neue, zukunftssichere Infrastruktur in Händen der Gemeinden geschaffen.

Für die Gemeinden des ersten Bauabschnitts hat das Warten nun ein Ende. Am 16. Juni rollten die Bagger zum ersten Spatenstich an. Das Projekt ist sehr bedeutend für die Zukunft der Region, daher hat das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Technologie den ersten Spatenstich begleitet. Herr Dr. Hans-Hartmut Euler, Leiter der Abteilung Technologie, stellte fest: „Es ist nicht nur das Investitionsvolumen von rund 60 Mio. €, das dieses Projekt so besonders macht. Vielmehr zeigt die Entwicklung des Breitbandprojekts, wie wichtig die kommunale Zusammenarbeit ist und wie aus einer schwierigen Ausgangslage eine gute Lösung hervorgehen kann.“ Die Planungs- und Beratungsleistungen wurden darüber hinaus aus Mitteln des Landes Schleswig-Holstein gefördert.

Nach umfangreichen Planungs- und Vorarbeiten startet am 16. Juni der Bau des zentralen Technikstandorts (POP), der Grundlage für das Angebot von Internet, Telefon und TV ist. Dieses POP Gebäude wird in Jevenstedt gebaut, dort beginnt auch der Ausbau des weiteren Netzes. Der genaue weitere Bauablauf steht fest, wenn die Ergebnisse der Bauausschreibung vorliegen und die Genehmigungsverfahren abgeschlossen sind. Im ersten Bauabschnitt werden über 100 km Glasfaserkabel verlegt, damit auch wirklich jedes Haus angeschlossen werden kann, in dem ein Vertrag mit nordischnet geschlossen wurde. Die Hauptbauphase im ersten Bauabschnitt wird voraussichtlich ab August stattfinden. Im Herbst werden dann die ersten Kunden auf das Netz geschaltet werden können.

Für den Bau und Betrieb des Breitbandnetzes konnte die GVG die RWE Netzservice und RWE FiberNet, 100%ige Töchter der RWE Deutschland AG, als Partner gewinnen. RWE hat bereits mehr als 600.000 Einwohner in rund 300 Gemeinden an ein Breitbandnetz angeschlossen. „Das neue Breitbandnetz wird ein wichtiger Standortfaktor für ansässige und künftige Unternehmen und die Lebensqualität der Einwohner erhöhen“, sagt Bernd Böddeling, Finanzvorstand der RWE Deutschland AG, der sich ebenfalls am 1. Spatenstich in Jevenstedt beteiligen wird. „Wir freuen uns, hier in Schleswig-Holstein unser Know-how einbringen und eines der größten kommunalen Ausbauprojekte für schnelles Internet umsetzen zu können.“

Seit Mitte April läuft die Vermarktungsphase im zweiten Bauabschnitt zu dem die Gemeinden Bargstall, Christiansholm, Elsdorf-Westermühlen, Friedrichsholm, Friedrichsgraben, Hohn, Königshügel, Lohe-Föhrden und Sophienhamm gehören. Bis zum 31.5. hatten die Bürgerinnen und Bürger sowie die Unternehmen noch Zeit, einen nordischnet Vertrag zu schließen und damit auch den Bau des Glasfasernetzes im 2. Bauabschnitt zu sichern. Die Vermarktung war ein großer Erfolg. Die notwendige Vertragsquote von 60% wurde bereits überschritten und somit der Bau des Glasfasernetzes auch im zweiten Bauabschnitt gesichert.

Alle Informationen zu den Bauabschnitten sind auf den jeweiligen Internetseiten zu finden:
www.nordischnet.de und www.zbmsh.de

Über den Zweckverband:

Der Zweckverband für die Breitbandversorgung im mittleren Schleswig-Holstein wurde im Mai 2010 gegründet. Organe des Zweckverbandes sind die Verbandsversammlung und der Verbandsvorsteher. Der Zweckverband bedient sich zur Erfüllung seiner Aufgaben der Verwaltung des Amtes Jevenstedt. Dem Zweckverband gehören die Ämter Eiderkanal, Fockbek, Hohner Harde, Jevenstedt, Mittelholstein (mit den Gemeinden: Gemeinden Bendorf, Bornholt, Gokels, Hanerau-Hademarschen, Oldenbüttel, Seefeld, Steenfeld, Tackesdorf und Thaden) an. Er hat die Aufgabe, den Breitbandausbau in den Gemeinden der angeschlossenen Ämter flächendeckend zu verwirklichen. Die Verwaltung des Amtes Jevenstedt hat im Jahre 2010 mit der Umsetzung der gestellten Aufgabe begonnen. Insgesamt wird von einer 3 jährigen Ausbauzeit ausgegangen. Das Volumen der Investition durch den Zweckverband ist auf maximal 60 Mio. € kalkuliert.
Die Beratungsleistungen für die Neuausrichtung des Projektes werden aus Mitteln des Landes Schleswig-Holstein gefördert.

Interessierte Bürgerinnen und Bürger können sich auch im Internet über den Fortgang des Projektes und die einzelnen Inhalte informieren unter: www.zbmsh.de

Über die GVG Glasfaser GmbH:

Die GVG Glasfaser GmbH (GVG) ist seit Juni 2013 Vertragspartner des Zweckverbandes für die Planung und den Bau des Glasfasernetzes und wird dieses als Pächter betreiben. Zusätzlich bietet die GVG die Breitbandprodukte Telefonie, Internet und Fernsehen an und vermarktet diese Dienstangebote mit der Marke nordischnet.

Von links: Matthias Winter, Geschäftsführer GVG Glasfaser GmbH, Dr. Hans-Hartmut Euler, Leiter Abtei-lung Technologie im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Bernd Böddeling, Finanzvorstand RWE Deutschland AG, Hans Hinrich Neve, Verbandsvorsteher des ZBm
Von links: Matthias Winter, Geschäftsführer GVG Glasfaser GmbH, Dr. Hans-Hartmut Euler, Leiter Abtei-lung Technologie im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Bernd Böddeling, Finanzvorstand RWE Deutschland AG, Hans Hinrich Neve, Verbandsvorsteher des ZBm

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